Der Klimawandel stellt Kaffeebäuer:innen vor existenzielle Probleme

Höhere Temperaturen lassen Kaffeekirschen schneller reifen. Das mindert die Qualität. Auch Starkregen, Dürren und Frost sind schlecht für die Kaffeepflanzen. Der Klimawandel bedroht Kaffebäuer:innen in ihrer Existenz. Doch wie lässt sich die Qualität des Kaffees sichern und gleichzeitig der Kaffeeanbau nachhaltiger und klimaresistenten gestalten?

 

Die peruanische Kaffeebäuerin Genera Campos Garcia ist wegen des Klimawandels besorgt: «Der starke Regen in der Region wirkt sich auf die Kaffeequalität aus.» Anhaltende Regenfälle, aber auch Dürren, Frost und steigende Temperaturen – all das ist Gift für empfindliche Kaffeepflanzen. Die Bohnen verderben. «Das ist für uns ein harter Rückschlag.»

 

Genera muss sich wie viele Kleinbäuer:innen anpassen, um ihre Existenz zu sichern und weiterhin hochwertigen Kaffee anbauen zu können. Für diese Anpassung benötigt sie ein angemessenes Einkommen und das nötige Fachwissen betreffend nachhaltigere Anbau- und Beschaffungsmethoden. Deshalb schloss sie sich der seit 1999 Fairtrade-zertifizierten Kooperative CENFROCAFE an.

 

Solche von Fairtrade zertifizierten Kooperativen erhalten zusätzlich zum Verkaufspreis die Fairtrade-Prämie. Ob es um Schulungen zu Klima- und Umweltthemen, technische Unterstützung oder die Entwicklung zusätzlicher Einkommenskanäle geht, diese Prämie ermöglicht den Bauernfamilien, ein besseres Leben zu führen und gleichzeitig ihr Handwerk zu verfeinern. «Dank Fairtrade erhalten wir Zugang zu Fachwissen, das wir vorher nicht hatten. Fairtrade ist gut für uns», erzählt uns Genera.

 

Nachhaltige und verantwortungsvolle Landwirtschaft

Genera setzt heute bei der Bewirtschaftung ihrer Kaffeeplantagen auf biologische Verfahren. Damit trägt sie dazu bei, das Ökosystem zu schützen und verbessert gleichzeitig die Qualität der Bohnen. Sie muss dabei auch die umfassenden Fairtrade-Standards berücksichtigen. Fairtrade setzt sich schon lange für umweltfreundliche Produktionsmethoden und -mittel ein. Deshalb sind bis zu einem Drittel der Anforderungen von Fairtrade Umweltkriterien.

 

Es ist an der Zeit, über unseren Kaffee nachzudenken

Wenn wir nachhaltigen, umweltfreundlich angebauten Qualitätskaffee wollen, von dessen Anbau die Kaffeebäuer:innen leben können, müssen alle entlang der Wertschöpfungskette bereit sein, dafür faire Preise zu bezahlen. Auch als Konsument:innen können wir Verantwortung übernehmen. Entscheiden wir uns für Bio- und Fairtrade-Kaffee. Machen wir den ersten Schluck in Richtung Veränderung.