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Fairtrade Coffee School: Besserer Marktzugang für Kleinerzeuger*innen

Neues Jahr, neue Gelegenheiten: Über 600 Fairtrade-Kaffeeproduzent*innen werden 2022 die Fairtrade Coffee School absolvieren und so ihre eigenen Organisationen optimieren.

Zum Start in Ostafrika können alle Fairtrade-zertifizierten Kaffeeorganisationen bis zu zwei Teilnehmer*innen für die interaktive Online-Schule benennen. © Julio Cesar Huber / Fairtrade International

Von Januar bis Oktober 2022 wird die Fairtrade Coffee School ein Lernort und Treffpunkt für Fairtrade-Kaffeeproduzent*innen auf der ganzen Welt sein – egal, ob aus Kolumbien, Äthiopien oder Vietnam.
«In Anbetracht der anhaltenden COVID-19-Pandemie und der unbeständigen Preisentwicklung ist die digitale Kaffeeschulung von entscheidender Bedeutung, um die Kapazitäten von Kleinbäuerinnen und -bauern aufzubauen», so Alison Streacker, Fairtrade Global Coffee Manager. «Mit der Fairtrade Coffee School hoffen wir, den Erzeugerorganisationen das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, damit sie mehr Kaffee zu besseren Preisen und faireren Bedingungen verkaufen können.»
Zum Start in Ostafrika können alle Fairtrade-zertifizierten Kaffeeorganisationen bis zu zwei Teilnehmer*innen für die interaktive Online-Schule auswählen. Die Kurse werden in vier Sprachen angeboten: Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch.

Von Preisstabilität bis Digitalisierung

Das Programm ist in zwei Kurse unterteilt: Der erste befasst sich mit den Grundlagen des Rohkaffeehandels. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung einer soliden Verkaufsstrategie und von Strategien um Risiken bei Preisschwankungen besser abfedern zu können. Der zweite Kurs legt den Schwerpunkt auf einen soliden digitalen Marktzugang – durch die Entwicklung einer Kundenbindungsstrategie, eines einzigartigen Wertangebots oder durch den Aufbau von Kanälen, mit denen die Erzeuger*innen ihre Reichweite bei potenziellen Kunden erhöhen können.

Zusammenarbeit mit Expert*innen

Die Kurse werden mit dem Fachwissen der Beratung Vuna Origin Consulting durchgeführt, die sowohl die Kurse konzipiert als auch eine Plattform zur Verfügung stellt, um sicherzustellen, dass die Lernerfahrung der Produzent*innen gleichwertig ist. Vuna Origin Consulting ist eine Kaffeeberatungsfirma mit Sitz in den Niederlanden. Das 2015 von Sara Morrocchi gegründete Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kaffeehandel für Kleinerzeugerorganisationen gerechter und nachhaltiger zu gestalten.

«Der Kaffeemarkt ist unglaublich dynamisch und wettbewerbsintensiv. Für Produzentenorganisationen wird es immer schwieriger, ihr Geschäft zu vergrössern und neue Märkte zu erreichen. Die Fairtrade Coffee School ist eine spannende Initiative, die den Produzentenorganisationen das nötige Know-how vermittelt, um auf den heutigen Märkten erfolgreich zu sein», erläutert Morrocchi. «Mit der Teilnahme aller Fairtrade-Kaffee produzierenden Regionen wird diese globale digitale Schulungsplattform Sprachbarrieren überwinden und die Zugänglichkeit von Fachwissen verbessern.»

Mit seinem «Cherry to Heart Model» betreibt Vuna ein vollständig integriertes Lieferkettenmodell über den gesamten Weg des Kaffees, von der Rohkaffeeproduktion bis zur Digitalisierung.